Globaler Frauenstreik am 9. März 2026: Bündnis 90/Die Grünen unterstützen Initiative „ENOUGH! GENUG!“

Unter dem Motto „ENOUGH! GENUG!“ ruft ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Akteurinnen, Gewerkschaften und politischer Organisationen einen Tag nach dem Internationalen Frauentag, zu einem globalen Frauenstreik am 9. März auf. Ziel ist es, die anhaltende Diskriminierung, Verarmung und Gewalt gegen Frauen weltweit sichtbar zu machen und ein Zeichen gegen autoritäre Regime, Klimaleugnung sowie die Ausbeutung von Mensch und Natur zu setzen. Bündnis 90/Die Grünen solidarisieren sich mit der Initiative und rufen zur Teilnahme auf.

Der Streik fordert eine symbolische Unterbrechung bezahlter und unbezahlter Arbeit, um die systemische Abhängigkeit von Care-Arbeit und die strukturelle Benachteiligung von Frauen in Wirtschaft und Gesellschaft zu verdeutlichen. Zwischen 12 und 14 Uhr – dem Lauf der Sonne folgend – soll ein global synchronisierter Moment der Sichtbarkeit entstehen. Geplant ist ein offenes Streikformat: Menschen sitzen, liegen, tanzen, picknicken und verweigern im öffentlichen Raum bewusst Aktivität. „Der Streikmoment besteht darin, nicht zur Verfügung zu stehen – weder für Erwerbsarbeit noch für Sorgearbeit oder gesellschaftliche Erwartungen“, erklärt Petra Sarstedt-Hülsmann von Bündnis 90/Die Grünen. Alle Frauen sind aufgerufen, ihre Aktionen mit dem Hashtag #ENOUGHGENUG zu dokumentieren und an info@gruene-wf zu schicken. Eine digitale Collage aller eingesendeten Fotos wird im Anschluss veröffentlicht. Die AG Frauen lädt zwischen 13 und 14 Uhr zu einer öffentlichen Pause mit Kaffee und Kuchen vor den GRÜNEN Laden, Okerstrasse 7 in Wolfenbüttel ein. „Die Zeit für halbherzige Reformen ist vorbei“, sagt die frauenpolitische Sprecherin Angelika Uminski-Schmidt. „Dieser Streik ist ein Weckruf an alle, die glauben, Gleichberechtigung sei bereits erreicht. Solange Frauen weltweit für dieselbe Arbeit weniger Lohn erhalten, solange sie in Kriegen und Krisen die Hauptlast tragen und solange ihre Körper und Rechte zur Verhandlungsmasse werden, braucht es laute, kollektive Antworten. ENOUGH! GENUG! ist mehr als ein Slogan – es ist der Beginn einer Bewegung, die keine leeren Versprechungen mehr akzeptiert.“

Hintergrund der Initiative ist die wachsende globale Ungleichheit, die sich insbesondere in der Verschärfung von Armut, der Einschränkung reproduktiver Rechte und der systematischen Unterdrückung feministischer Bewegungen durch autoritäre Regime manifestiert. Der Aufruf zum Streik knüpft an historische Vorbilder wie den Frauenstreik in Island 1975 an, der maßgeblich zur Gleichstellung der Geschlechter beitrug. In Deutschland wird die Aktion von lokalen Bündnissen in über 50 Städten unterstützt.