22 Bahnen ist ein leiser, intensiver Film über Verantwortung, Nähe und den Wunsch nach einem eigenen Leben. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die zwischen Alltagspflichten und innerer Erschöpfung ihren Platz sucht. Das Schwimmbad – mit seinen immer gleichen Bahnen – wird dabei zu einem besonderen Rückzugsort: ein Raum zum Atmen, Nachdenken und Durchhalten.
Der Film erzählt mit großer Sensibilität von familiären Bindungen, die gleichzeitig Halt und Last sein können. Ohne große Effekte, aber mit viel Gefühl zeigt 22 Bahnen, wie schwer es ist, für andere da zu sein, ohne sich selbst zu verlieren. Die ruhige Erzählweise, starke schauspielerische Leistungen und die dichte Atmosphäre lassen einen lange nicht los.
Ein Film für alle, die ehrliche Geschichten mögen – nah am Leben, berührend und still kraftvoll. Wer sich auf diese Reise einlässt, wird belohnt.